Karrierewege über Grenzen hinweg
NextGen im internationalen DialogWie kann akademische Personalentwicklung internationaler gedacht werden? Wo gelingt das schon gut im internationalen Umfeld der HSMW?
Drei Partnerprogramme, viele gemeinsame Themen
Thema der International Week in diesem Jahr war „Strengthening Higher Education Partnerships for the Digital Transformation Era“. Da es von Anfang an um den Aufbau eines Netzwerks ging, bezogen wir in die Themenfindung und Gestaltung des Workshops Partner:innen ein. Dafür konnten wir Dr. Henriëtte van den Berg von der University of the Free State in Bloemfontein in Südafrika gewinnen, die auf jahrelange Erfahrung u.a. in der Koordination des Programms „The Transformation of the Professoriate Mentoring Programme“ zurückgreifen kann. Außerdem trat uns Dr. Kristin Seffer zur Seite, die ebenfalls im Rahmen mehrerer Projekte intensiv in die Personalentwicklung involviert ist, unter anderem im Rahmen unseres „Schwesterprojekts“ unter FH-Personal ProForTHD an der Technischen Hochschule Deggendorf.
Trotz dieser sehr unterschiedlichen Standorte konnten wir schnell einige Gemeinsamkeiten identifizieren: Wir alle hatten Schwierigkeiten, geeignetes Personal für die professorale Ebene zu finden, vor allem aufgrund von Standortnachteilen. Gleichstellungsfragen bewegten uns alle. Und wir fragten uns, wie Internationalisierung so gelingen kann, dass sie Nachwuchswissenschaftler:innen wirklich unterstützt. So entstand unser Workshop-Programm, das nach einem sehr schönen ersten Kennenlerntreffen im Rahmen der International Week dann endlich in die Tat umgesetzt wurde.
Workshop
Fostering Academic Talent in Times of Demographic Change and Economic Challenges
World Café
Tisch
Was macht eine Hochschule heute zu einer attraktiven Arbeitgeberin?
Dr. Kristin Seffer,
Karoline Buchner
Tisch
Wie können wir Fluktuation und den Verlust talentierter Mitarbeitender an Hochschulen vermeiden?
Dr. Henriëtte
van den Berg
Tisch
Wie kann internationale Zusammenarbeit Talententwicklung stärken?
Dr. Flaviana Tagliaferri,
Dr. Angela Freche
Tisch
Welche Veränderungen in der akademischen Kultur sind notwendig, um für vielfältige High Potentials attraktiv zu bleiben?
Valeria Winkler,
Prof. Dr. Inga-Maria Eichentopf
Die Teilnehmenden hatten im Anschluss die Möglichkeit, in drei Runden von jeweils zwischen 12 und 15 Minuten, an den inhaltlichen Diskussionen der World Café-Tische teilzunehmen und sich dadurch mit bis zu drei verschiedenen Themen auseinanderzusetzen.
Zum Abschluss des World Cafés stellten die Moderatorinnen gemeinsam mit den Co-Moderatorinnen ihrer Tische die drei wichtigsten Ergebnisse der Diskussionen vor.
Podiumsdiskussion
Die erste Diskussionsrunde befasste sich mit den Herausforderungen, die die Panelgäste bei den zu qualifizierenden Wissenschaftler:innen ihrer Hochschulen wahrnehmen und wie die entsprechenden Programme darauf reagieren.
Dr. Hrinchenko und Dr. Cañadillas berichteten zuerst über die Promovierenden an ihren Hochschulen, gefolgt von Angela, die über die Promovierenden-Qualifizierung bei NextGen sprach. Hier war es besonders schön, dass eine Vertreterin aus Cluj mit auf dem Podium saß, denn aufgrund des fehlenden eigenen Promotionsrechts der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen ist die Zusammenarbeit mit dem Promotionskolleg Cluj ein besonderer Gewinn. Als innovativer Ansatz, das Problem der benötigten Berufspraxis auf Postdoc Ebene zu lösen, stellte Angela anschließend den Praxis-Track im Rahmen von NextGen vor, der es Dr. Mandy Lange-Geisler und Dr. Hagen Bankwitz ermöglicht, ihre dreijährige außerhochschulische Berufspraxis durch eine 50-Prozent-Stelle in der Wirtschaft zu realisieren.
Die zweite Fragerunde beschäftigte sich mit der Rolle von Internationalisierung und internationaler Zusammenarbeit in den unterschiedlichen Qualifizierungsprogrammen. Auch hier konnte viel aus der gelebten Praxis im Projekt NextGen einfließen: von den internationalen Hintergründen der Teammitglieder, über ihre Mitwirkungen an unterschiedlichen Arbeitspakten der Europäischen Hochschulallianz EUREKA Pro bis hin zu internationalen Lehrangeboten und Konferenzteilnahmen. Da mit Dr. Flaviana Tagliaferri unsere sehr engagierte Assistant Professorin im Publikum anwesend war, bekam sie schließlich das Wort, um ihre eigenen Erfahrungen im Bereich Internationalisierung darzustellen.
Andere Länder, andere Voraussetzungen
Ein Blick über den Tellerrand
Manches ist überall ähnlich
Dr. Henriëtte van den Berg
University of the Free State in Bloemfontein (Südafrika)
Dr. Kristin Seffer
TH Deggendorf













