Machtspiele und mikropolitische Kompetenz in der Wissenschaftvon Kerstin Strangfeld,14. Oktober 2025Kürzlich beschäftigte sich das NextGen-Team an der Hochschule Mittweida mit einem Thema, das selten offen diskutiert wird, aber in jedem wissenschaftlichen Kontext eine Rolle spielt: Machtspiele und mikropolitische Kompetenz. Geleitet wurde der Workshoptag von Dr. Sabrina Walter (cliq coaching), die uns mit einer Mischung aus Theorie, Fallbeispielen und Gruppenarbeit durch die Dynamiken von Einfluss, Kommunikation und Hierarchie führte.Wissenschaft als soziales System Ein zentraler Aspekt des Workshops war der Blick auf wissenschaftliche Organisationen als komplexe soziale Systeme. Forschung findet nicht nur auf der Ebene von Themen, Projekten und Ergebnissen statt, sondern ist immer auch von Beziehungen, Interessen und institutionellen Strukturen geprägt. In diesem Zusammenhang setzten wir uns damit auseinander, wie unterschiedliche Akteur:innen innerhalb eines Systems miteinander interagieren und welche Rolle individuelle Interessen, Kommunikationswege und organisatorische Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit und den Projekterfolg spielen können.Macht- und Privilegienstrukturen im Hochschulkontext – Das Venn-Diagramm verdeutlicht zentrale Einflussbereiche innerhalb der akademischen Welt, eingebettet in ihren gesellschaftlichen Kontext. Es zeigt die Komplexität machtpolitischer Strukturen an Hochschulen.(Übersetzt aus: Ross, J. N., Dey, P., Baffour, E., Abdellatiff, Y., Tjan, E., Guadagnolo, D., Laliberte, N., & Rawle, F. (2022). Visualizing the power and privilege of failure in higher education. …

