INTED26 in Valencia
KI als Begleiter in Lehre, Administration und ForschungDer Hauptgrund für meine Reise
Ein Vortrag am zweiten Workshoptag
Mein Vortrag fand eingebettet in die Session „AI Personal Assistants“ statt, die perfekt zum Titel unseres eingereichten Beitrags passte: RESPONSIBLE INTEGRATION OF GENERATIVE AI IN SCIENCE: INSIGHTS FROM THE NEXTGEN PROGRAMME AT MITTWEIDA UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES.
Im Vortrag präsentierte ich unsere qualitative Forschung mit den NextGen-Wissenschaftler:innen. Darin kamen wir zu dem Ergebnis, dass im NextGen-Team genKI als persönliches Assistenzsystem fungiert. GenKI dient als vielseitiger Helfer, der je nach Aufgabe mit einer passenden Mischung aus KI-Programmen genutzt wird. Beispielsweise werden KI-Tools In der Lehre eingesetzt, um interaktive Übungen für Studierende zu entwickeln. Im Bereich Administration erleichtert genKI das Verfassen von E-Mails. In der Forschung unterstützt sie beim Sichten von Konferenzen und formulieren von Abstracts.
Mein Vortrag fand mit Unterstützung des hilfreichen Session Chairs Anusha Vissapragada von der Hult International Business School (UNITED STATES) statt.
Auch mit Diversity-Forschung konnte ich mich beschäftigen
Nachdem mein Vortrag beendet war, hatte ich erstmal genug zum Themenfeld genKI gehört und wechselte den Fokus. Ich besuchte einen Slot zu „Inclusion und At-Risk Students“. In diesem Slot beeindruckte mich besonders ein Vortrag der Session Chais von der East Texas AM (UNITED STATES) zur hochschulischen Bildung in den wenig bevölkerten Gebieten der USA sowie die Forschung eines Wissenschaftlers der University of Groningen zu Bildungszugängen für Roma in Bulgarien.
Vernetzung mit zwei großartigen Wissenschaftlerinnen
(beim Lunch)
Das Mittagessen nutzte ich zur Vernetzung. Insbesondere der Austausch mit dem Chair meines Slots Anusha Vissapragada sowie mit Martina Kuncová, einer Wissenschaftlerin vom College of Polytechnics Jihlava (Tschechien) sind mir in starker Erinnerung geblieben.
Anusha Vissapragada, die am Campus Boston forscht und lehrt, berichtete mir, dass sie zur Arbeit fliegt. Sie erklärte, dass sie nur zwei Tage vor Ort sein müsse. Eine vergleichbare Unterkunft in Boston sei schwer zu bekommen, deutlich teurer und würde wahrscheinlich einen längeren Arbeitsweg aufweisen als der 45 Minuten lange Flug, der jede halbe Stunde geht und immer voll besetzt ist. Das darauffolgende Gespräch zum ökologischen Fußabdruck schien sie das erste Mal zu führen. Verrückt, wie anders solche Themen in Amerika betrachtet werden.
Der Austausch mit Martina Kuncová ging in eine ganz andere Richtung. Wir stellten viele Ähnlichkeiten in unseren jeweiligen Promotionsverläufen und bezüglich unserer Hochschulen fest. Wir verabredeten uns, im Austausch zu bleiben und eine Kooperation unserer Hochschulen zu prüfen.
Die INTED zieht Besucher:innen aus vielen Teilen der Welt an.
Bildquelle: INTED, https://iated.org/inted/picturesRahmenprogramm
Der zweite Tag endete mit einem Closing Cocktail und einer energiegeladenen Band, die ich schon im Vorjahr auf der EduLearn in Palma de Mallorca hören durfte.
Am Mittwoch stand der Abschlusstag mit Führungen entlang der futuristischen Bauten des spanischen Architekten Santiago Calatrava und der historischen Altstadt auf dem Programm. Es war nicht mein erster Besuch in Valencia, außerhalb der Hauptferienzeit hat die Stadt aber nochmal einen ganz anderen Charme. Besonders beeindruckt hat mich das Stadtfeuerwerk „Mascletà“ am Rathausplatz, das täglich um 14 Uhr zwei Wochen lang stattfand – ein beeindruckendes Spektakel mit großem Publikum und strengen Sicherheitsmaßnahmen.
Fazit: Valencia bot neben spannenden KI-Impulsen auch inspirierende Begegnungen und eine reibungslose Vernetzung. Eine Rückkehr ist definitiv möglich, wenn unsere Forschung wieder ausreichend Schnittstellen zu den Themen der Konferenz bietet.


