NextGen
Scientific Review
Annual Perspectives on Next Generation Science – Vol. 4
Erscheint demnächst
ISSN 2940-0929

Inhalt Vol. 4
https://doi.org/10.48446/opus-16386
Im Rahmen der Digitalisierung und Modularisierung ingenieurwissenschaftlicher Lehrmittel wurde ein vorhandener Prüfstand zur Erfassung mechanischer Größen umfassend modernisiert. Das zentrale Ziel bestand in der Entwicklung einer zukunftssicheren, hardware- und betriebssystemunabhängigen Systemarchitektur, die den Betrieb unterschiedlicher Versuchsstände über eine einheitliche Mess- und Auswerteplattform ermöglicht. Dies reduziert den Betreuungs- und Wartungsaufwand und erhöht die Interoperabilität zwischen Experimentiersystemen.
Der Prüfstand dient der experimentellen Analyse der elastischen Wellenverformung unter radialer Krafteinwirkung. Die Messdatenerfassung erfolgt mittels einer DMS-basierten Kraftmessdose und eines induktiven Wegaufnehmers. Die Signalaufbereitung umfasst einen HX711-AD-Wandler zur hochauflösenden Digitalisierung der Kraftmessung sowie eine analoge Trägerschaltung mit True-RMS-Wandler für das Wegsignal. Die zentrale Datenerfassung und -übertragung erfolgt über ein Embedded-System vom Typ ESP32.
Eine neu entwickelte Software, die sich durch Modularität und Erweiterbarkeit auszeichnet, ermöglicht die Visualisierung in Echtzeit sowie weiterführende Datenanalysen. Zudem lässt sie sich flexibel an unterschiedliche Lehr- und Forschungsanforderungen anpassen. Das resultierende System zeichnet sich durch hohe Messgenauigkeit, robuste Architektur und geringe Herstellungskosten aus und bietet ein praxisnahes Demonstrationsbeispiel für moderne sensorgestützte Messsysteme in der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung.
https://doi.org/10.48446/opus-16387
In increasingly diverse classrooms shaped by migration and cultural complexity, Cultural Intelligence (CQ) has emerged as a vital competency for educators and learners. This paper examines CQ as both an individual capability and a pedagogical and institutional resource within intercultural education, drawing on Ang and Van Dyne’s four-dimensional model, Deardorff’s Process Model of Intercultural Competence, and Banks’ theory of multicultural education. Through case studies—including pre-service teacher training in Turkey, multilingual pedagogies in the Netherlands, curriculum integration in Singapore, bicultural frameworks in New Zealand, and virtual collaboration via COIL initiatives—the study illustrates how CQ supports teacher development, student engagement, and inclusive pedagogy. It also addresses challenges such as the individualization of intercultural work, measurement limitations, and the gap between personal competencies and systemic change. Policy debates in Germany regarding migrant-background student ratios underscore the need to embed CQ across educational systems, ensuring inclusion and responsiveness at both classroom and institutional levels.
https://doi.org/10.48446/opus-16388
Bildgestützte digitalforensische Methoden wie der digital-anthropometrische Rigabgleich als forensisches biometrisches Verfahren erfordern die präzise und genaue Lokalisierung von Gelenkpunkten einer Zielperson in Überwachungsaufnahmen. Diese ist maßgeblich von der Bildqualität abhängig, deren Bewertung bislang durch subjektive Einschätzungen erfolgt. Quantitative, objektivierbare Kriterien für die forensische Verwertbarkeit von Bildmaterial fehlen dagegen. Diese Studie beschreibt einen systematischen Ansatz zur quantitativen Bildqualitätsbewertung mittels Modulation Transfer Functions (MTF), der die Kontrastübertragungsfähigkeit optischer Systeme in Abhängigkeit von der Ortsfrequenz misst. Anhand eines Experiments mit einer Sigma fp Kamera und 65mm f/2 Objektiv wurde die theoretische mit der praktischen Messgenauigkeit verglichen. MTF-Messungen bestimmten das Auflösungsvermögen bei verschiedenen Blendenstufen, wobei f/2.8 die höchste Abbildungsleistung zeigte. Die gradientenbasierte Kantenlokalisierung mittels Sobel-Operator ermöglichte eine präzise Punktbestimmung. Bei 108,6m Entfernung wurde eine zentimetergenaue Messung erreicht, während bei f/22 durch Beugungsunschärfe messbare Abweichungen auftraten. Das Verfahren quantifiziert fallspezifisch die benötigte Bildqualität und die erreichbare Messgenauigkeit in Abhängigkeit von Objektgröße, Kameradistanz und Aufnahmebedingungen. Es ersetzt subjektive Bewertungen durch objektive, nachvollziehbare Kriterien und stärkt damit die Gerichtsverwertbarkeit forensischer Bildanalysen. Die Methode erfordert zwar fallspezifische Messungen, bietet aber erstmals einen standardisierten Ablauf zur quantitativen Bildqualitätsbewertung in der forensischen Praxis.
https://doi.org/10.48446/opus-16389
Der Einsatz von Werkzeugen basierend auf generativer Künstlicher Intelligenz (genKI-Tools) hat sich seit ihrer breiten Verfügbarkeit rasant im Hochschulkontext etabliert. Während Studien häufig auf die Perspektive der Studierenden fokussieren, untersucht dieser Beitrag auf Basis qualitativer Fokusgruppeninterviews mit Promovierenden und Postdocs an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften, wie sich genKI als Assistenz in Forschung, Lehre und Verwaltung etabliert. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Nutzungsmustern, Kompetenzerfordernissen und Herausforderungen im Umgang mit genKI-Tools in der Lehre. Die Ergebnisse zeigen, dass erfahrene Nutzer:innen bereits differenzierte Strategien zur Einbindung von KI in den Arbeitsalltag entwickelt haben. Diese kompetente Nutzung erfordert aber ein hohes Maß an kritischer Reflexion und fachlicher Expertise. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Vermittlung eines reflektierten Assistenzverständnisses gegenüber Studierenden eine zentrale, aber noch ungelöste Herausforderung darstellt. Peer-Learning, insbesondere in Form KI-fokussierter Peer Group Sessions, erwies sich als relevantes Instrument zur gemeinschaftlichen Erprobung und kritischen Auseinandersetzung mit KI-Tools.
https://doi.org/10.48446/opus-16390
Der Beitrag untersucht die Rolle technischer Lösungen zur Sicherstellung akademischer Integrität in digitalen Prüfungsumgebungen, insbesondere angesichts wachsender Risiken durch den Missbrauch KI-basierter Anwendungen wie ChatGPT, mit einem Fokus auf den Safe Exam Browser. Ziel ist es, die Wirksamkeit des Safe Exam Browsers bei der Verhinderung von Täuschungsversuchen und der Förderung fairer Prüfungsbedingungen zu bewerten sowie dessen Grenzen und mögliche Lösungsansätze kritisch zu beleuchten. Dabei werden die Funktionen, Vorteile und Einsatzmöglichkeiten des Safe Exam Browsers analysiert und technische, ethische sowie pädagogische Herausforderungen reflektiert. Die Untersuchung berücksichtigt technische Merkmale, Anwendungsszenarien und empirische Erkenntnisse zu Täuschungsverhalten. Der Beitrag zeigt, dass der Safe Exam Browser durch seinen Kiosk-Modus, seine Kosteneffizienz und Datenschutzkonformität eine effektive Lösung für digitale Prüfungen darstellt, indem er den Zugriff auf externe Ressourcen wie Suchmaschinen und KI-Chatbots einschränkt. Dennoch können Täuschungsversuche nicht vollständig ausgeschlossen werden, und technische Maßnahmen allein reichen nicht aus, um eine umfassende Kultur der Integrität zu etablieren. Durch transparente Kommunikation, Simulationen und pädagogische Ansätze können diese Grenzen überwunden werden, um die Qualität und Glaubwürdigkeit digitaler Bildungsprozesse langfristig zu sichern.
https://doi.org/10.48446/opus-16391
Modern Internet applications, such as online banking, private chats and blockchains, rely on secure cryptographic techniques that require profound mathematical know-ledge, particularly in modular arithmetic—a subfield of number theory.
This article, aimed at non-experts, promotes a basic understanding of modular arithmetic by examining the RSA cryptosystem and its recent multi-prime multi-power generalization for moduli n > 1 and messages which are regular modulo . While, at first glance, this generalization appears to restrict the message space, it is shown that this restriction is negligible in practice, since under reasonable assumptions almost all messages are regular modulo n.
The article can be read without deep mathematical prerequisites. Key concepts, such as modular arithmetic, are introduced where necessary and illustrated with examples.
https://doi.org/10.48446/opus-16392
Generative künstliche Intelligenz (GenAI) gewinnt im Marketing stark an Bedeutung, da sie automatisierte Inhaltserstellung, Datenanalyse und personalisierte Erlebnisse für die Kundschaft ermöglicht. Der Artikel untersucht Chancen und Herausforderungen dieser Technologie im Marketing und strukturiert die Ergebnisse mit dem Technology-Organization-Environment Framework (TOE - Framework). Die Analyse zeigt, dass GenAI erhebliche Effizienzgewinne und Wettbewerbsvorteile eröffnet, gleich-zeitig jedoch Risiken wie Fehleranfälligkeit, Datenschutzprobleme und Akzeptanzbarrieren mit sich bringt.
https://doi.org/10.48446/opus-16393
Metrology 4.0 embeds metrological methods into smart manufacturing environments, using connected devices, automated workflows, and streaming data analytics to inform production decisions. Its enabling technologies include networked sensors, machine learning and AI, digital twin models, and cloud-native services that underpin measurement workflows. The transition to digital metrology introduces new benefits—including real-time quality control, improved productivity, collaborative innovation, and reduced costs—while also presenting challenges related to data security, interoperability, and model transparency. Digital metrology’s maturation supports smart factory operations and could play an important role in the transition to Industry 5.0, which prioritizes collaboration and trust.
https://doi.org/10.48446/opus-16394
Dieser Artikel analysiert zentrale ökonomische Entwicklungsstrategien moderner Fußballstadien und zeigt auf, wie durch eine integrative Kombination aus Zielgruppenorientierung, Digitalisierung und nachhaltiger Mantelnutzung neue Ertragsquellen erschlossen werden können. Ziel des Beitrags ist es, zentrale ökonomische Erkenntnisse zur zukünftigen Ausrichtung von Stadioninfrastrukturen herauszuarbeiten und diese in den aktuellen fachlichen Diskurs einzuordnen. Die Grundlage dafür bildet eine qualitative Untersuchung. Im Verlauf der Studie wurden insgesamt 14 Expert:innen aus den Bereichen Digitalisierung, Architektur, Ökonomie, Ökologie sowie sozialer Verantwortung befragt. Für den vorliegenden Artikel wurden daraus gezielt Befunde zum Themenfeld „Ökonomie“ abgeleitet und mithilfe einschlägiger Fachliteratur kontextu-alisiert. Die differenzierte Ansprache heterogener Besucher:innensegmente mittels Persona-Analysen bildet eine zentrale Grundlage für maßgeschneiderte Angebote. Digitalisierung dient dabei nicht nur der Effizienzsteigerung entlang der Customer Journey, sondern eröffnet innovative Umsatzpotenziale – etwa durch In-App-Bestellungen, Sitzplatzlieferung oder datengetriebenes Merchandising. Der Pro-Kopf-Umsatz wird als betriebswirtschaftliche Schlüsselkennzahl herausgestellt, deren Steigerung durch ein Zusammenspiel digitaler, gastronomischer und logistischer Maßnahmen erfolgt. Ergänzend dazu gewinnt die Nutzung des Stadions als ganzjährig bespielbare, multifunktionale Venue an Relevanz – etwa für Events, Arbeitsräume oder Freizeitangebote. Die Analyse zeigt: Die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit von Stadien hängt maßgeblich von ihrer Transformation zu vernetzten Erlebnis-, Wirtschafts- und Sozialräumen ab.
https://doi.org/10.48446/opus-16395
Die digitale Forensik steht zunehmend vor der Herausforderung, relevante Kommunikationsteilnehmer:innen in großen, heterogenen Datensätzen effizient zu identifizieren. Besonders in Ermittlungsverfahren, die überwiegend auf digitalen Kommunikationsdaten basieren, wird dies zu einer zentralen Aufgabe. Ein wesentliches Problem besteht dabei in der Priorisierung und Identifizierung relevanter Akteur:innen über mehrere Asservate hinweg. Die digitale Persönlichkeitsmodellierung kann hierzu einen neuartigen Lösungsansatz bieten: Ist das Persönlichkeitsprofil einer verdächtigen Person bekannt oder modelliert, lässt sich daraus potenziell eine Priorisierungsstrategie ableiten. Dieses Konzeptpapier schlägt einen semantisch fundierten Ansatz vor, bei dem psychometrische Testaussagen aus etablierten Persönlichkeitsmodellen, wie etwa dem Five Factor Model, in kommunikative Szenarien überführt werden, um digitales Sprachverhalten im Sinne dieser Aussagen interpretierbar zu machen. Grundlage ist ein methodisches Design, das geeignete Sprachbeispiele in typi-sierten Kontextsituationen sammelt, annotiert und auswertbar macht. Ziel ist die Entwicklung eines Analysemodells, das aus beobachtetem Kommunikationsverhalten plausible Antworttendenzen auf standardisierte Persönlichkeitsskalen ableiten kann. Damit liefert das Konzept einen Beitrag zur digitalen Persönlichkeitsmodellierung und schafft eine methodische Brücke zwischen psychologischer Diagnostik und maschinell gestützter Textanalyse im forensischen Anwendungskontext.
https://doi.org/10.48446/opus-16396
Hochschulen können als geschlechtlich (sub-)strukturierte Organisationen verstanden werden, in denen Frauen und andere marginalisierte Gruppen nicht dieselben Karrierechancen haben wie Männer. Dieser Beitrag befasst sich mit der Frage, welche Mechanismen geschlechtlicher Hierarchisierungen in der Organisation Hochschule vonstattengehen und inwieweit der Blick auf die Fachkulturen der Analyse der Organisation Hochschule als Vergrößerungsglas dient. Anhand einer systematischen Literaturrecherche kann aufgezeigt werden, dass es vielfache, in der Organisation Hochschule fest verankerte implizite Mecha-nismen gibt, die Frauen systematisch ausgrenzen. Der Blick auf die Fachkulturen zeigt auf, dass dies in allen Fächern der Fall ist, die Mechanismen sich darin jedoch unterscheiden. Es braucht weitere Forschung, um die Ungleichheitsmechanismen tiefgreifender verstehen und demaskieren zu können.
https://doi.org/10.48446/opus-16397
Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt der Umgang mit und die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) auch im Studium der Sozialen Arbeit zunehmend an Relevanz. Die vorliegende explorative Studie widmet sich den Fragen, für welche Zwecke Studierende KI-Anwendungen nutzen und aus welchen Quellen sie sich Wissen über den Einsatz dieser Technologien aneignen.
Insgesamt beteiligten sich 208 Studierende der Sozialen Arbeit aus zwei verschiedenen sächsischen Hochschulen an der Erhebung. Die Befragung wurde im Frühjahr 2025 mithilfe eines standardisierten Onlinefragebogens durchgeführt und die Ergebnisse anschließend deskriptiv ausgewertet.
Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Studierende KI aktiv aber nur punktuell in ihren Studienalltag integrieren. In Bezug auf die Nutzung zeigen sich klare Schwerpunkte: KI wird insbesondere zur Unterstützung beim Lesen und Verstehen von Texten, zur Literaturrecherche sowie beim Verfassen eigener Texte eingesetzt.
Die Auswertung zeigt außerdem, dass das meiste Wissen über KI und deren Nutzung informell erworben wird und Studierende dabei derzeit weitgehend auf selbstorganisiertes Lernen zurückgreifen. Vor allem wurde der Austausch mit Kommiliton:innen (Peers) sowie eigenständige Online-Recherche benannt. Hochschulische oder formale Lernangebote spielen bislang eine untergeordnete Rolle.
Angesichts der steigenden Relevanz digitaler Technologien gerade auch für die Berufspraxis der Sozialen Arbeit erscheint es geboten, gezielte didaktische Konzepte zur Förderung von KI-Kompetenz in der Hochschulbildung zu verankern.
https://doi.org/10.48446/opus-16398
Artificial intelligence (AI) is increasingly promoted as a lever for the “green–digital” transition, yet its sustainability remains contested. This paper pursues a two-part analysis: AI for sustainability (uses of AI to achieve domain goals such as grid optimization or climate adaptation) and the sustainability of AI (the environmental and social implications of AI’s own life cycle). The paper argues that domain benefits do not, by themselves, establish sustainability. Drawing on the distinction between thin and thick sustainability, it demonstrates that narrow indicators or alignment on the sustainable development goals (SDGs) can obscure rebound effects, material throughput, and distributional asymmetries. The discussion addresses AI’s energy and environmental costs such as high compute training, water- and carbon-intensive data centers, hardware manufacture and disposal. It situates these within patterns of ecologically unequal exchange. Furthermore, three ‘materialities’ of AI are also explained in more detail: physical (critical minerals and energy), informational (data practices and infrastructures), and social (labor and governance), to show how benefits and burdens are unevenly distributed. The paper concludes that AI can be regarded as sustainable only when it both materially advances sustainability goals and meets robust life-cycle criteria. Where these conditions are not met, smaller models or non-use of AI should be considered.
Annual Perspectives on Next Generation Science – Vol. 3
Der NextGen Scientific Review - Annual Perspectives on Next Generation Science Vol.3 beinhaltet aktuelle Ergebnisse des NextGen Teams aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Lehre, Transfer und Management.
Es werden insbesondere junge Fach- und Forschungsgebiete der Hochschule Mittweida thematisiert. Ziel der Publikation ist ein regelmäßiger Überblick über die wissenschaftlichen Aktivitäten der NextGen Mitglieder.
ISSN 2940-0929

Inhalt Vol. 3
https://doi.org/10.48446/opus-15899
In industriellen Anwendungen sind Tragkettenförderer weit verbreitet, wobei die Kunststoffführungsschienen als eine wesentliche Komponente des Fördersystems und als primäre Verschleißteile dienen. Aktuell erfolgt die Verschleißüberwachung entweder visuell durch menschliche Inspektion, was höhere Kosten und Ausfallzeiten verursacht, oder durch die Integration externer Sensorik, die spezielles Fachwissen bei Installation, Wartung und Auswertung erfordert und mit hohen Installationskosten verbunden ist. In einem aktuellen Forschungsprojekt wird eine neuartige Lösung entwickelt, bei der die Verschleißsensoren direkt in die Führungsschienen integriert werden. Diese Sensoren sollen nicht nur den Verschleiß überwachen, sondern auch als tragende multifunktionale Strukturen fungieren. Die Integration von Verschleißsensoren in die Führungsschienen verspricht, den Überwachungsprozess zu optimieren, indem manuelle Inspektionen und die Integration externer Sensoren vermieden werden. Die Herausforderung besteht darin, Materialien und Sensoren zu entwickeln, die den Anforderungen industrieller Umgebungen gerecht werden und gleichzeitig eine präzise Verschleißüberwachung ermöglichen. Numerische Simulationen spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewertung und Optimierung der Leistungsfähigkeit der Sensoren unter verschiedenen Bedingungen. Mit dem neuartigen Lösungsansatz können sowohl zukünftige als auch Bestandsanlagen ausgerüstet und die Überwachung kostengünstig automatisiert werden. Dies führt zu einer verbesserten Effizienz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Anlagen.
https://doi.org/10.48446/opus-15900
In today's interconnected global economy, the synergy between employer branding and multicultural workplaces is pivotal. This synergy shapes organizational identity, cultivates inclusive environments, and promotes a deep understanding of diverse perspectives, alongside ensuring employee sustainability. This literature review focuses on providing an analysis of employer branding, with a particular connection to employee sustainability. Focusing on existing research, this review explores the interplay between employee well-being and their collective impact on strengthening an employer brand. By examining these relationships, this paper aims to provide insights into how organizations can strategically leverage well-being initiatives to enhance their attractiveness as employers and achieve sustainable competitive advantage.
https://doi.org/10.48446/opus-15901
In a world increasingly characterized by volatility, uncertainty, complexity, and ambiguity (VUCA), the ability to think systemically is becoming essential for addressing global challenges such as climate change. This paper explores the importance of integrating systems thinking and system dynamics into higher education, particularly within sustainability-focused programs like Energy and Environmental Management at Mittweida University of Applied Sciences. Through a survey and a series of tasks given to students of this program, the study assesses their current abilities in systems thinking. The findings reveal significant gaps in students' understanding of basic stockflow problems, underscoring the need for more effective teaching methods that go beyond the approaches already used. While students recognize the relevance of systems thinking for their future careers, their performance on practical tasks shows significant weaknesses in practical application. The study suggests that continuous, hands-on learning experiences are crucial for developing the cognitive skills necessary to navigate complex, interconnected systems. The research concludes that a more comprehensive and interdisciplinary educational approach is needed to cultivate the systems thinking abilities required to address the multifaceted challenges posed by global issues like climate change
https://doi.org/10.48446/opus-15902
Die fortschreitende Digitalisierung stellt Hochschulen vor die Herausforderung, Studierende und Mitarbeitende gezielt auf die Anforderungen des digitalen Zeitalters vorzubereiten (Schärtl, 2018). Dieses Paper bietet eine Analyse und einen Vergleich von Maßnahmen und Programmen zur Förderung digitaler Kompetenzen an verschiedenen Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum, basierend auf im Jahr 2024 verfügbaren Informationen. Untersucht werden sowohl innovative Lehrveranstaltungen als auch strategische Initiativen, die darauf abzielen, die Entwicklung digitaler Kompetenzen systematisch zu unterstützen. Ziel ist es, durch die Analyse der bestehenden Programme ein breites Spektrum an alternativen Wegen aufzuzeigen, wie digitale Kompetenzen vermittelt werden können. Diese Übersicht soll als Orientierungshilfe für Entscheidungsträger:innen und Bildungspraktiker:innen dienen, um die verschiedenen Möglichkeiten zur Förderung digitaler Kompetenzen besser zu verstehen und gegebenenfalls in eigene Bildungsstrategien zu integrieren.
https://doi.org/10.48446/opus-15903
Das Qualifikationsprogramm NextGen der Hochschule Mittweida unterstützt Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Fachdisziplinen auf verschiedenen Stufen ihrer wissenschaftlichen Karriere bei der Erreichung ihrer Berufungsfähigkeit. Als wichtigstes Qualifikationsinstrument setzte das Programm seit seinem Start im April 2021 auf Peer-Learning, welches drei Jahre lang wissenschaftlich beforscht wurde. Der Artikel befasst sich mit der zweiten Forschungsphase, in welcher eines der zum Einsatz kommenden Peer-Learning Formate weiterentwickelt und mittels Fokusgruppeninterviews begleitend untersucht wurde. Es handelt sich um das Peer-Learning Format PeerGroup-Session (PGS), das bisher mit einem Teammitglied in der Rolle der dozierenden Person durchgeführt und untersucht wurde. Aufgrund des Feedbacks der Teilnehmenden, dass einige Themenstellungen durch die eingeschränkte Perspektive eines einzelnen Teammitglieds nicht breit genug betrachtet werden können, wurde das Format weiterentwickelt. In der neu erprobten Entwicklung des Formats erarbeiteten deshalb zwei oder in einem Fall drei Teammitglieder gemeinsam als Tandem ein Thema, das sie aufbereiten, präsentieren und nachbetrachten. Die Fokusgruppeninterviews zeigen die gewünschte Erweiterung der Blickwinkel, aber auch einen erhöhten Vorbereitungsaufwand.
https://doi.org/10.48446/opus-15904
Understanding the factors that promote sustainable behaviour is becoming increasingly crucial in light of global sustainability challenges and the ambitious targets of the UN Agenda 2030. Personality traits, such as the Big Five, offer valuable insights into why individuals engage in or resist sustainable practices. This paper presents a systematic literature review examining the influence of the Big Five personality traits on sustainable behaviour. Following the five-stage approach outlined by vom Brocke et al. (2009), this review addresses the research question: To what extent do the Big Five personality traits influence sustainable behaviour? The analysis reveals a complex interplay between personality traits and sustainable behaviours across different contexts. Openness consistently emerges as a strong predictor of sustainable behaviour, as individuals with high levels of Openness are more inclined to change habits and adopt environmentally friendly alternatives, making them key drivers of sustainable practices. The effects of traits such as Agreeableness, Extraversion, Neuroticism and Conscientiousness vary significantly across studies, indicating that these influences are context-dependent and may be moderated by other variables. The findings highlight the need for future research to explore potential moderating factors, such as age, country and target group. In addition, various types of sustainable behaviours should be investigated in order to gain a more comprehensive understanding of the relationship between personality traits and sustainable behaviours.
https://doi.org/10.48446/opus-15905
Through the analysis of some remarkable works written on the transition from Industry 4.0 to Industry 5.0 in recent years, the present paper proposes a summary of the key points characterizing the two industrial paradigms, as well as a reflection on the developments that have lead to the need for a transition, and an attempt to identify the main challenges companies and researchers are facing now.
https://doi.org/10.48446/opus-15906
Der Einsatz smarter Technologien in Pflegekontexten gewinnt angesichts des fortwährenden technologischen Fortschritts zunehmend an Bedeutung. Als ein Teilbereich smarter Technologien ist die soziale Robotik anzusehen: Mit der Etablierung sozialer Roboter in Pflegesettings ist oftmals die Hoffnung verbunden, soziale Interaktion mit Pflegeempfangenden durch entsprechende Systeme simulieren zu können, um inhärente strukturelle Probleme des Arbeitsfelds wie den Mangel an qualifiziertem Personal oder an zeitlichen Ressourcen zu überwinden. Diesen Zukunftsszenarien, in denen die Technik eine förderliche Ergänzung pflegerischen Handelns im Sinne der Zusicherung von Nähe, Zuwendung und Empathie darstellt, stehen vor allem auf Seiten der Anwendenden eine ausgeprägte Skepsis und ethische Bedenken gegenüber. So stellt sich hier die Frage, inwiefern simulierte, nicht-menschliche Interaktion mit grundsätzlichen (pflege-)ethischen Haltungen und Überzeugungen vereinbar ist. Dieses Paper betrachtet die Ergebnisse einer vormaligen standardisierten Befragung unter Pflegeauszubildenden hinsichtlich ihrer Einstellungen zur sozialen Robotik. Die geäußerten Bedenken hinsichtlich der Nutzung entsprechender Systeme sollen in diesem Paper durch eine vertiefende ethische Reflexion auf Grundlage zentraler pflegeethischer Konzepte und Prinzipien näher analysiert werden. In der abschließenden Diskussion werden die ermittelten Wertekonflikte von Pflegeauszubildenden im speziellen Kontext der sozialen Robotik in den aktuellen (pflege-)ethischen Diskurs eingefügt und verschiedene Implikationen für die an der technischen Innovation in der Pflege beteiligten Akteur:innen aufgezeigt.
https://doi.org/10.48446/opus-15907
Unter Fachkulturen versteht man gemeinsame Wahrnehmungs-, Denk- Wertungs- und Handlungsmuster innerhalb von Fächern an Hochschulen. Obwohl Fachkulturen den akademischen Alltag prägen, ist der Begriff selbst kaum bekannt. In einer qualitativen Interviewstudie wurde wissenschaftliches Personal an sächsischen Hochschulen gefragt, was sie unter dem Begriff verstehen. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Antworten auf diese Frage und analysiert, welche Annahmen und Reflexionen über die eigenen Fachkulturen vorherrschen. Nach einer Einführung in die Thematik und den Forschungsstand wird das Forschungsdesign der Studie vorgestellt. Es werden Interviewzitate analysiert und auf die Frage nach Annahmen und Reflexionen zur eigenen Fachkultur untersucht. Ergebnis des Beitrags ist, dass der Begriff ‚Fachkultur‘ zwar unbekannt ist, die Befragten jedoch überwiegend eine Vorstellung davon entfalten können, was unter dem Begriff zu verstehen sein könnte. Damit einher geht auch, dass zwangsläufig Ideen entwickelt werden, was die eigene Fachkultur ausmacht. Daraus ergibt sich das Potenzial, tiefergehende Reflexionen zu nutzen, um inklusivere Fachkulturen zu bewirken.
https://doi.org/10.48446/opus-15908
Large Language Models (LLMs) wie GPT-3.5-Turbo und GPT-4, bekannt als ChatGPT, werden aufgrund ihrer Fähigkeit, menschenähnliche Texte zu generieren, und ihrer vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten immer beliebter. Mit der zunehmenden Nutzung dieser Modelle im Alltagsund Berufsleben werden jedoch auch ethische Bedenken laut. Die Tendenz, diskriminierende und toxische Inhalte sowie Fehlinformationen zu erzeugen, sind nur einige davon. Das wachsende Bewusstsein für die Gefahren von LLMs und künstlicher Intelligenz (KI) im Allgemeinen hat dazu geführt, dass die EU im Mai 2024 mit der Verordnung über Künstliche Intelligenz (KI-Verordnung, engl. AI Act) das weltweit erste Gesetz zur umfassenden Regulation von KI verabschiedet hat. Es ist jedoch fraglich, ob die KI-Verordnung alle von LLMs ausgehenden Risiken ausreichend abdeckt. Neben den offiziellen Regelungen ist es von entscheidender Bedeutung, was Entwicklungsteams und Anwendende von LLMs aktiv tun können, um die bestehenden Risiken so weit wie möglich zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund gibt dieser Artikel einen Überblick über die von LLMs ausgehenden Risiken und diskutiert, inwieweit diese durch die KI-Verordnung berücksichtigt werden und ob aktuelle Minderungsstrategien diese wirksam reduzieren. Das Ziel dieses Artikels ist es, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass ernsthafte Risiken, die von LLMs ausgehen, nicht ignoriert werden können.
https://doi.org/10.48446/opus-15909
Die Digitalisierung bietet nicht nur potentielle Lösungen für hartnäckig bestehende Probleme in der Anthropologie und Sammlungsarbeit, sondern ist eine unumgängliche Voraussetzung, um den zukünftigen Anforderungen an Datentransparenz gerecht zu werden. Gleichzeitig bringt sie spezifische Herausforderungen mit sich. Mehr als der bloße Einsatz technologischer Werkzeuge erfordert eine funktionierende Digitalisierung – im Sinne einer digitalen Transformation – die Anpassung von Methoden, Prozessen und Infrastrukturen. Dies kann nur durch eine mindestens interdisziplinäre Kollaboration verschiedener Disziplinen erfolgreich umgesetzt werden. Die Grundlage für eine solche Zusammenarbeit muss aktiv geschaffen werden. Als ein konkretes Mittel dazu wird in diesem Beitrag das Symposium als spezifisches partizipatorisches Austauschformat vorgestellt, das gezielt den interdisziplinären Dialog fördern, Verständnis und Synergien zwischen Disziplinen ermöglichen und so die Basis für langfristige interdisziplinäre und transdisziplinäre Kollaboration legen kann. Als Fallbeispiel dient das Symposium „Digital bis ins Mark?!“, das die Digitalisierung von Sammlungsmaterial – insbesondere Skelettmaterial – umfassend beleuchtete. Dabei wurden ethische, technische und logistische Aspekte aus den Perspektiven verschiedener Fachrichtungen wie Anthropologie, Archäologie, Forensik, Informatik sowie Objekt- und Sammlungswissenschaften diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der praktischen Anwendung digitaler Technologien für Dokumentation, Forschung und Präsentation. Das Symposium führte zu einem vertieften Diskurs über den digitalen Wandel und zu konkreten Ansätzen für die nachhaltige Integration digitaler Technologien in die wissenschaftliche Praxis. Damit ein Symposium wie dieses nachhaltig wirken kann, bedarf es einer langfristigen Verankerung des interdisziplinären Austauschs und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der identifizierten Ansätze. Dafür ist auch eine effektive Verbreitungsstragie erforderlich, um die Ergebnisse in die Wissenschaftsgemeinde zu tragen.
https://doi.org/10.48446/opus-15910
Der Artikel untersucht die Entwicklung des Mathematikunterrichts seit der Einführung der "Neuen Mathematik" 1972/73. Die Reform zielte darauf ab, die Kluft zwischen Schule und Hochschule zu verringern und die Studienabbruchquote zu senken, indem traditionelle Inhalte durch modernere Themen ersetzt wurden. Ein zentrales Thema war die Mengenlehre, die jedoch aufgrund ihrer Abstraktheit auf Widerstand stieß und schließlich aus dem Grundschulunterricht entfernt wurde. In den höheren Klassenstufen wurden anspruchsvolle Themen wie Gruppen, Vektorräume und lineare Abbildungen unterrichtet, die ein tiefes Verständnis mathematischer Strukturen erforderten. Heute hat sich der Fokus des Mathematikunterrichts verschoben, wobei praktische Anwendbarkeit und der Einsatz technischer Hilfsmittel im Vordergrund stehen. Dies hat zu einem Verlust an mathematischen Kompetenzen geführt, insbesondere im Bereich des Kopfrechnens und des logischen Denkens. Eine Studie aus dem Jahr 2023 an der Hochschule Mittweida zeigt, dass Studienanfänger:innen gravierende Defizite in den Mathematikkenntnissen haben, was auf die veränderten Bildungsziele und die Einführung der Kompetenzorientierung im Mathematikunterricht zurückgeführt wird. Diese Entwicklungen haben zu einer Anpassung des Unterrichts an die Anforderungen der digitalen Welt geführt, jedoch auch zu einem reduzierten Verständnis fundamentaler mathematischer Strukturen.
Annual Perspectives on Next Generation Science – Vol. 2
Der NextGen Scientific Review - Annual Perspectives on Next Generation Science Vol.2 beinhaltet aktuelle Ergebnisse des NextGen Teams aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Lehre, Transfer und Management.
Es werden insbesondere junge Fach- und Forschungsgebiete der Hochschule Mittweida thematisiert. Ziel der Publikation ist ein regelmäßiger Überblick über die wissenschaftlichen Aktivitäten der NextGen Mitglieder.
ISSN 2940-0929

Inhalt Vol. 2
Die Digitalisierung forensischer Ereignis- und Tatorte hat mittlerweile Einzug in die tägliche Arbeit von Strafverfolgungsbehörden gefunden. Basis für die Erstellung sogenannter 3D-Szenen sind, neben Laserscannern, meist Videoaufnahmen, die vom Boden oder aus der Luft heraus erhoben werden. Die Digitalisierung erfolgt nicht nur zu Dokumentationszwecken, sondern auch um Objekte in den erstellten digitalen Szenen zu vermessen. So robust die Vielzahl an Algorithmen, wie Structure-from-Motion, für die 3D-Erstellung sind, so anfällig sind diese z.B. bei Videomaterial mit minderwertiger Ausleuchtung. Jedoch weisen eine Vielzahl forensisch sowie rechtsmedizinischer Fälle, in denen Täter oder Opfer videographisch erfasst wurden, ebensolches Material als Analysegrundlage auf. Aus diesem Grund erfolgt in diesem Beitrag die Vorstellung eines Workflows zur Erstellung von 3D-Szenen auf Grundlage von Motion-Tracking sowie von Möglichkeiten zur Vermessung von Objekten in 3D-Szenen. Vorteil des Workflows ist, dass lediglich ein zur Verfügung stehendes Video für eine digitale Szenenerstellung ausreicht und keine Vor-Ort-Aufnahmen des Ereignis- oder Tatortes notwendig sind. Der entwickelte Workflow kann unterstützend für Ermittlungen und Analysen eingesetzt werden und bringt einen enormen Mehrwert im Bereich der forensischen 3D-Rekonstruktion und -Vermessung.
With globalization and the increasing diversity of the workforce, organizations are faced with the challenge of effectively managing multicultural teams. Understanding how employee engagement and job satisfaction are influenced by multicultural factors is crucial for organizations to create inclusive work environments that foster productivity and well-being.
This literature review aims to explore the relationship between employee engagement, job satisfaction, and multicultural workplaces. It examines relevant studies and provides insights into the key factors, challenges, and strategies for enhancing employee engagement and job satisfaction in multicultural workplaces. The findings will shed light upon the author's research area on the factors influencing employee engagement and job satisfaction in multicultural work environments and contribute to a deeper understanding of cross-cultural dynamics in the workplace.
Live-Kommunikation spielt im Marketing und in der internen wie externen Kommunikation von Unternehmen und Institutionen eine große Rolle. Zunehmend werden dabei Prozesse und Formate mit digitalen Technologien, Formaten und Methoden angereichert, Events werden verstärkt online übertragen und mit virtuellen Anteilen ergänzt oder ausschließlich digital und online realisiert. Diese Entwicklung hin zur Digitalisierung wurde durch die COVID-19 Pandemie stark beschleunigt. Welche Auswirkungen hat diese zunehmende Digitalisierung auf die Erlebnisqualität und Wirkung von Live-Kommunikation bei den teilnehmenden Zielgruppen? In diesem reflektierten narrativen Review wird eine Übersicht über die Abgrenzung von Begrifflichkeiten und den derzeitigen Stand der Entwicklungen gegeben, um diese Frage klären zu können.
This work emphasises the synergy between anthropological research on human skeletal remains and suitable documentation strategies. Highlighting the significance of data recording and the use of digital databases in various aspects of anthropological work on bones, including scientific standards, skeletal collections, analysis of research results, ethical considerations, and curation, it provides a comprehensive examination of these topics to demonstrate the value of investing time and resources in this field, countering the existing lack of funding that has led to significant deficiencies. Additionally, the paper outlines the requirements and challenges associated with standard data protocoling and suggests that digital data management frameworks and technologies such as ontologies and semantic web technologies for anthropological information should be a central focus in developing solutions.
Die fortschreitende Digitalisierung hat weitreichende Auswirkungen auf sämtliche Bereiche unseres Lebens, einschließlich der akademischen Ausbildung. In einer zunehmend digital geprägten Welt ist es von entscheidender Bedeutung, über die erforderlichen digitalen Kompetenzen zu verfügen, um sowohl im Studium als auch in der beruflichen Laufbahn erfolgreich zu sein. Dazu gehören der Umgang mit Technologien, die Fähigkeit zur Informationsrecherche, -analyse und -bewertung, die kollaborative Zusammenarbeit und die Navigation in digitalen Umgebungen.
In diesem Beitrag soll anhand von Open-Source-Literaturquellen ein umfassender Überblick über die Forschungsliteratur zu digitalen Kompetenzen an Hochschulen gegeben werden. Darüber hinaus sollen aktuelle Trends, Herausforderungen und Chancen beleuchtet werden.
The digital transformation of higher education demands effective and efficient methods for learning support and assessment of learning processes. This paper relates learning support and assessment to each other in the context of learning management systems. It refers to previous studies carried out in multiple introductory economic courses of the University of Applied Sciences Mittweida which examine possible connections between the use of digital tests and learning success, investigate student’s acceptance and self-perceived learning success with respect to the web-based portion of a blended course and a purely online based course. Based on a survey (n = 71) and a quantitative analysis (n = 214) with logging and exam assessment data, the previous work shows that students approached the web-based course portion with rather reserved attitudes. Still, they perceived the individual course elements, namely videos, podcasts, interactive worksheets, online tests, and a comprehensive PDF file to be beneficial to their learning experience. Especially we could indicate a positive correlation between the points students achieved in the online tests and the exam results.
Virtuelle Umgebungen eröffnen weitreichende Möglichkeiten der Vermittlung von Wissen. Trotzdem können sie alleinstehend auch einen negativen Einfluss auf das Lernverhalten ausüben. Als eine mögliche positive Determinante, gerade im digitalen Kontext, kann das Moment "Spiel" aufgeführt werden. So belegen bisherige Studien einen allgemein positiven Einfluss von Serious Games auf Lernerfolg und Motivation. Die bisherige Forschungslage lässt jedoch nur wenig Rückschlüsse in der weiteren Differenzierung dieser Einflussnahme zu. Deshalb wurden in der vorliegenden Studie tiefergehende Differenzierungen hinsichtlich des Lernerfolgs (Kompetenzfelder und Messzeitpunkte) sowie personenbezogener Zustände (Motivation, Aufmerksamkeit, Assoziationen, Interesse) vorgenommen. Das Ziel der Studie ist damit, eine mögliche Einflussnahme des Faktors “Spiel” hinsichtlich der genannten Paramter zu quantifizieren und zu evaluieren. Als Evaluationsgrundlage fungierten zwei Versionen des modularen Serious Game Arctic Economy, eine Spiel- und eine Nichtspielversion. Diese wurden im Rahmen eines Feldexperi-ments, mit randomisierter Gruppenbildung (N = 97) und Messwiederholung verglichen. In der Datenanalyse zeigt sich, dass die Spielgruppe tendenziell bessere Lernleistungen vorweist, diese aber in der allgemeinen Betrachtung nicht auf signifikantem Niveau nachweisbar sind. In der differenzierten Betrachtung kann jedoch ein signifikanter Effekt belegt werden: So konnten sich Proband:innen der Spielgruppe leichter Fakten merken als die Proband:innen in der Nichtspielgruppe (Gruppendifferenz Behaltensrate x = 17 Prozent). Zudem weisen sie eine um durchschnittlich 46 Prozent höhere Motivation auf und können deutlich besser Inhalte der Anwendung mit der Realität verknüpfen. Es zeigt sich, dass der identifizierte “Spieleffekt” im Kontext der Studie besonders in Bezug auf die personenbezogenen Zustände als sehr bedeutend eingestuft werden kann. Eine Übertragbarkeit der Wirkung auf andere fachliche Domänen sowie die weitere Optimierung von Arctic Economy sollte Gegenstand weiterer Arbeiten sein.
Die Kommunikation über mobile Endgeräte erfreut sich heutzutage großer Beliebtheit. Die zahlreichen Kurznachrichten, die auf mobilen Endgeräten gespeichert sind, dienen hierbei auch als wichtige Beweisquelle in strafrechtlichen Ermittlungen. Die hohe Anzahl an Nachrichten stellt jedoch die Ermittler:innen vor eine große Herausforderung. Eine Möglichkeit, die Ermittler:innen bei der Auswertung der enormen Menge an Nachrichten zu unterstützen, besteht darin, ihnen die relevantesten Suchbegriffe und -phrasen automatisiert vorzuschlagen. Das Ziel dieser Arbeit besteht deshalb darin, Methoden zur automatischen Ermittlung von Suchbegriffen aus dem Datensatz auf ihre Tauglichkeit für forensische Kurztexte zu überprüfen. Hierfür wurden insgesamt neun Methoden miteinander verglichen und auf realen Falldaten evaluiert. Als erfolgsversprechend erwies sich insbesondere die Themenmodellierung unter Berücksichtigung von globalen Wortkookkurrenzen sowie die Analyse von syntagmatischen Relationen unter Einbeziehung eines Referenzkorpus.
Soziale Robotik spielt im derzeitigen Gesundheits- und Pflegebereich eine wachsende Rolle. Auf Grund der Fachkräfteproblematik und dem steigenden Anteil pflegebedürftiger Bewohner:innen stellt sich zunehmend die Frage, ob soziale Robotik, die Lebensqualität von Bewohner:innen in stationären Pflegeheimen verbessern und unterstützen kann. Seit den 2000er Jahren werden soziale Roboter, speziell für therapeutische Arbeiten bei Menschen mit dementiellen Veränderungen entwickelt und evaluiert. Mit Hilfe eines narrativen Review soll eine Übersicht über derzeit auf dem Markt erhältliche soziale, zoomorphe Roboter gegeben werden.
Im Qualifikationsprogramm NextGen der Hochschule Mittweida (HSMW) werden von April 2021 bis März 2027 Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Disziplinen und Karrierestufen auf ihrem Weg zur Berufungsfähigkeit begleitet. Von Beginn an wurde auf Peer-Learning als Qualifizierungsinstrument gesetzt, das mittels Veranstaltungsevaluation in Form eines Kurzfragebogens sowie problemzentrierter halboffener Interviews begleitend beforscht wurde. Sowohl das quantitative als auch das qualitative Vorgehen setzte den Fokus auf die subjektive Wahrnehmung von Peer-Learning als Qualifikationsinstrument.
Dieser Artikel setzt auf dem Beitrag von Kusche, Strangfeld, Freche und Fuß (2023) in Vol. 1 der Sammelbandreihe NextGen Scientific Review auf, der sich bereits mit den Rahmenbedingungen des Programms, mit eingesetzten Peer-Learning Formaten und deren Klassifizierung sowie einer methodischen Beschreibung der Begleitforschung befasste. Im vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse der quantitativen und qualitativen Erhebung vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Peer-Learning als ergänzende Qualifizierungsmaßnahme beim Erwerb der Berufungsfähigkeit bewährt hat. Die fachliche Heterogenität der Teammitglieder bringt Vor- und Nachteile mit sich. Einerseits ergänzen sich die Wissenschaftler:innen, was Erfahrungen und Fähigkeiten betrifft, andererseits können sie sich nur eingeschränkt über fachspezifische Themen austauschen. Diese Expertise ist im Projekt NextGen zwar durch Mentor:innen abgedeckt, der fehlende Austausch unter Fachkolleg:innen wurde in der Begleitstudie dennoch bemängelt. Vor diesem Hintergrund wird Peer-Learning in NextGen stetig weiterentwickelt und begleitend beforscht.
Transfer ist ein integraler Bestandteil der hochschulischen Aufgaben in Forschung und Lehre. Aus verschiedensten Gründen wird dies jedoch auch heute noch in der Breite der Hochschulwelten nicht so gesehen. Zwar wurde versucht, über die Third Mission Diskussion Transfer als weitere Leistungssäule der Hochschulen einzuführen, dies führte letztendlich jedoch nicht zum erwünschten Ergebnis. Weder Transferleistung noch Transferkompetenzen an Hochschulen wurden erkennbar auf- und ausgebaut und genutzt. Der eigentliche Grund für die suboptimale Transferleistung an Hochschulen ist die vorherrschende Reputationslogik als praktiziertes „Regelwerk“ der wissenschaftlichen Leistungsanerkennung. Dies führt zu einer völligen Überbewertung der wissenschaftlichen Publikationsaktivitäten. Forschungserkenntnisse verbleiben dadurch im wissenschaftlichen Publikationsumfeld und gelangen erst gar nicht durch den Transfer in die Anwendungspraxis. Entsprechend werden an Hochschulen auch keine oder nur wenig Transferkompetenzen aufgebaut und genutzt. Dies gilt es mittelfristig zu ändern. Transferkompetenzen müssen an Hochschulen aufgebaut werden. Hierzu ist in erster Linie einmal ein Verständnis über die Grundlagen des Transfers und des Transfergeschehens zu vermitteln. Ein solches muss Transferwege, Transferebenen und Transferdialoge einbeziehen. Die notwendigen Kompetenzen, um Transfer zu betreiben und aktiv am Transfergeschehen teilzunehmen, können in einem Qualifikationsprogramm innerhalb der Hochschule oder hochschulübergreifend vermittelt werden. Ein Qualifikationsrahmen skizziert dabei Umfang und Inhalte der Kompetenzfelder, die es zu vermitteln gilt.
Annual Perspectives on Next Generation Science – Vol. 1
Der NextGen Scientific Review - Annual Perspectives on Next Generation Science Vol.1 beinhaltet aktuelle Ergebnisse des NextGen Teams aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Lehre, Transfer und Management.
Es werden insbesondere junge Fach- und Forschungsgebiete der Hochschule Mittweida thematisiert. Ziel der Publikation ist ein regelmäßiger Überblick über die wissenschaftlichen Aktivitäten der NextGen Mitglieder.
ISSN 2940-0929
Inhalt Vol. 1
Derived from the Ancient Greek word τραῦμα (engl. wound, damage), the word trauma refers to either physical or emotional wounds. Nowadays, it is mostly used in the context of psychological wounds, inflicted by an identity-shattering event – an event that causes the traumatised to not be able to reconcile their lived reality with the expectation of a human universal experience anymore. The last decade, the last two years in particular, and the last two weeks ad absurdum, have scarred the global landscape of human existence beyond recognition. From Putin’s unexpected reimposition of mutually assured destruction doctrines via the global SARS-Cov-2 pandemic to the lingering threat of climate doom, people all over the globe have been faced with persistent threats to their most basic perceptions of ontological safety. This article seeks to examine the impact of the SARS-Cov-2 pandemic and to which degree it is justified to speak of a pandemic trauma. In addition, it engages with the liminality of pandemic trauma as a shared, collective and an isolated, individual experience, and potential mitigation strategies for building community resilience.
With the recent rise in medical crowdsourcing platforms, patients with chronic illnesses increasingly broadcast their medical records to obtain an explanation for their complex health conditions. By providing access to a vast pool of diverse medical knowledge, crowdsourcing platforms have the potential to change the way patients receive a medical diagnosis. We developed a conceptual model that details a set of variables. To further the understanding of crowdsourcing as an emerging phenomenon in health care, we provide a contextualization of the various factors that drive participants to exert effort. For this purpose, we used CrowdMed.com as a platform from which we gathered and examined a unique dataset that involves tasks of diagnosing rare medical conditions. By promoting crowdsourcing as a robust and non-discriminatory alternative to seeking help from traditional physicians, we contribute to the acceptance and adoption of crowdsourcing services in health economics.
Durch die Digitalisierung von Produkten, Services und Prozessen und die damit verbundene digitale Transformation haben sich viele Branchen grundlegend und zum Teil disruptiv verändert – und werden sich weiter verändern. Neue Geschäftsmodelle, insbesondere Plattformen und Online-Marktplätze, entwickeln sich als ernstzunehmende und erfolgreiche Alternativen zu traditionellen Angeboten und Unternehmen. Auch im Bereich der Bildung gewinnen plattformbasierte Geschäftsmodelle immer mehr an Bedeutung. In diesem Beitrag wird den Fragen nachgegangen, (1) wie sich die Hochschulbildung im Kontext der Digitalisierung zuküftig entwickeln wird und insbesondere (2), welche Konsequenzen Plattformen und plattformbasierte Geschäftsmodelle für die Hochschulbildung in Deutschland haben. Das Ziel des Beitrags ist es, einen Überblick über das Thema zu geben und erste Impulse für zukünftige Forschungsvorhaben und für das Management von Hochschulen zu vermitteln.
Forschende und Lehrende an Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen empfinden eine autonome und aktive Wissenschaftskommunikation als notwendig. Es herrscht Einigkeit darüber, dass Wissenschaftler:innen entsprechende Methoden, Formate und Kompetenzen frühzeitig in ihren Karrieren kennenlernen und nutzen müssen. Dem steht allerdings in der Regel keine entsprechende, fest institutionalisierte Unterstützung innerhalb von Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen gegenüber. Die fachübergreifende Diskussion über dieses Desiderat an der Hochschule Mittweida setzt an diesem wachsenden Bedarf an und führte zum Modellvorhaben Creative Lab. Ziel ist es, im kreativen Dialog mit Lehrenden und Forschenden kommunikative und mediale Formate der Wissenschaftskommunikation zu konzipieren, zu pilotieren, zu erforschen und wissenschaftlich zu begleiten, die auch als Modell für andere Fachdisziplinen und Institutionen dienen können.
Die Gesichtsweichteilrekonstruktion (GWR) stellt in Fällen nicht identifizierbarer Individuen oftmals die letzte Möglichkeit zur Personenidentifikation dar, wenn etablierte Identifizierungsverfahren, wie die DNA-Analyse und Daktyloskopie, keine Aussicht auf Erfolg bieten. Aus forensischer Sicht besteht das oberste Ziel einer GWR darin, ein möglichst genaues, wahrheitsgetreues Abbild des Individuums zu erstellen, welches dann in Form von Bildern als Grundlage einer Personenidentifizierung dienen kann. Für eine GWR stehen dabei eine Vielzahl von Vorgehensweisen und Methoden zur Verfügung. Jedoch hat in den letzten Jahren die digitale GWR im Vergleich zur manuellen Vorgehensweise immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dies ist vor allem auf die Zeitersparnis und Flexibilität zurückzuführen. In der heutigen Zeit werden jedoch die Vorgehensweisen und Methoden einer GWR nicht ausschließlich im forensischen, sondern auch im archäologischen Rahmen, beispielsweise für eine Museumsausstellung, angewandt. Dabei steht weniger die Identifizierung im Vordergrund, als vielmehr die sinnbildhafte Darstellung einer Person zu deren Lebzeiten. Dadurch wird der Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben, Vorfahren und historischen Persönlichkeiten direkt ins Gesicht zu sehen. In dieser Veröffentlichung soll die Vorgehensweise der forensischen GWR am Beispiel einer Rekonstruktion des Gesichtes einer historischen Person vorgestellt werden. Neben der Prozessvorstellung einer GWR wird ein Überblick über Voraussetzungen bis hin zu Visualisierungsmöglichkeiten aufgezeigt.
The digital transformation of higher education demands effective and efficient methods for learning support and assessment of learning processes. This paper relates learning support and assessment to each other in the context of learning management systems. It refers to previous studies carried out in multiple introductory economic courses of the University of Applied Sciences Mittweida which examine possible connections between the use of digital tests and learning success, investigate student’s acceptance and self-perceived learning success with respect to the web-based portion of a blended course and a purely online based course. Based on a survey (n = 71) and a quantitative analysis (n = 214) with logging and exam assessment data, the previous work shows that students approached the web-based course portion with rather reserved attitudes. Still, they perceived the individual course elements, namely videos, podcasts, interactive worksheets, online tests, and a comprehensive PDF file to be beneficial to their learning experience. Especially we could indicate a positive correlation between the points students achieved in the online tests and the exam results.
Mobile Kommunikationsgeräte sind ein beliebtes Mittel zur Planung, Beauftragung und Durchführung von Straftaten. Insbesondere Daten von Messengern, wie WhatsApp oder Telegram, enthalten oft beweiskräftige Informationen. In Fällen organisierter Kriminalität sind zudem meist viele Geräte involviert, von denen jedoch nicht alle den vollständigen Kommunikationsverlauf beinhalten. Dieser ist vielmehr durch individuelle Löschungen von Nachrichten oder unterschiedliche Beitrittszeiten zu Gruppen stark fragmentiert. Somit ist eine singuläre Auswertung einzelner Geräte oft nicht zielführend, da wichtige Zusammenhänge nicht erkannt werden können. Die Verknüpfung zusammengehöriger Kommunikation ermöglicht hingegen eine nahezu vollständige Rekonstruktion der Kommunikation bei gleichzeitiger Reduktion des Leseaufwands durch Verschmelzung identischer Nachrichten. Das Gruppieren kohärenter Nachrichten zu Gesprächen ermöglicht den effizienten Abgleich mit einem Wissensmodell. In dieser Arbeit wird mit MoNA eine Plattform zur interaktiven Analyse und Verknüpfung mobiler Kommunikationsdaten vorgestellt, die durch Implementierung dieser Konzepte eine effektive u nd effiziente Filterung verfahrensrelevanter Kommunikation bei gleichzeitigem Kontexterhalt erlaubt.
Across the globe, organizations are in the midst of rapid transformation. Immigration, digitalization and the push for sustainability are just to name a few. Organizational structures are being pushed for more agility, co-opetition, integration, tenable and resilient workplaces. Social structures of companies are being reformed and the weight of cooperation and integration lays upon the leaders and employees. But from this weight of integration what psychological effects does it play upon the migrant and domestic employees to be engaged at work? What role does the leadership style impact the mental health and engagement in the cross-cultural workplace? Previous work has shown the importance of workplace integration, however, the impact of the mental health of domestic employees needs more attention from the scholars in this new context. The object of the research is to define the connection of mindful leadership and the psychological health of employees within a cross-cultural workplace and to develop strategies to improve workplace engagement.
Soziale Robotik spielt im derzeitigen Gesundheits- und Pflegebereich eine wachsende Rolle. Auf Grund der Fachkräfteproblematik und dem steigenden Anteil pflegebedürftiger Bewohner:innen stellt sich zunehmend die Frage, ob soziale Robotik, die Lebensqualität von Bewohner:innen in stationären Pflegeheimen verbessern und unterstützen kann. Seit den 2000er Jahren werden soziale Roboter, speziell für therapeutische Arbeiten bei Menschen mit dementiellen Veränderungen entwickelt und evaluiert. Mit Hilfe eines narrativen Review soll eine Übersicht über derzeit auf dem Markt erhältliche soziale, zoomorphe Roboter gegeben werden.
Im Qualifikationsprogramm NextGen der Hochschule Mittweida (HSMW) arbeiten acht Nachwuchswissenschaftler:innen unterschiedlicher Karrierestufen zusammen, deren wissenschaftliche Heimat über die Fakultäten der HSMW verteilt ist. Dementsprechend bündeln sich heterogene Kompetenzen in Bezug auf eine gemeinsame Zielstellung: die Erreichung der Berufungsfähigkeit für eine Professur an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW). Im BMBF-Projekt NextGen wurde von Beginn an auf den Einsatz von Peer-Learning gesetzt. Die Umsetzung des Peer-Learning wird über den Projektverlauf wissenschaftlich begleitet. Dieses Paper zielt darauf ab, die Peer-Learning-Ansätze des Projekts NextGen vorzustellen sowie das Erkenntnisinteresse und Forschungsdesign der Begleitstudie darzulegen.
Die Professur gilt nach wie vor als ein Ziel der wissenschaftlichen Karriere. Derzeit sind ca. 49.500 Professor:innen an deutschen Hochschulen tätig. Hiervon sind ca. 60 Prozent in universitären und 40 Prozent in Einrichtungen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) tätig. Allerdings gestaltet sich die Nachwuchssituation an Universitäten und den HAWs völlig unterschiedlich. Die Universitäten verfügen im Gegensatz zu den HAWs traditionell über eine mehr oder weniger strukturierte Laufbahnentwicklung zur Professur. Seit einigen Jahren wird dem Mangel an professoralem Nachwuchs dort außerdem mit geförderten Junior-Professur- und Tenure-Track-Programmen entgegengewirkt. Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften dagegen konnten erst seit 2021 mit dem Programm „FH-Personal“ beginnen, ihren professoralen Nachwuchs eigenständig auszubilden. Die hier entstehenden Qualifikationsprogramme befinden sich dabei überwiegend in einem anfänglichen Entwicklungsstadium. Dabei stellen sich grundsätzlich viele Fragen nach einer optimalen und bedarfsgerechten Ausgestaltung dieser Qualifikationsprogramme: Welche Kompetenzen benötigt ein:e Nachwuchskandidat:in für die Besetzung einer Professur? Welche Kompetenzen müssen sich Neuberufene in den ersten Jahren der Professur aneignen. Welche Kompetenzen sind überhaupt an eine Bestandsprofessur geknüpft? In erster Linie ist aber die Beantwortung der Frage von Interesse, wie Nachwuchskandidat:innen ausgebildet und qualifiziert werden sollen. Abgesehen von den rechtlichen Vorgaben an die Besetzung einer Professur ist dies bisher im Rahmen der akademischen Ermessungsbereiche der einzelnen Hochschule überlassen und erfolgt zumeist auf Grundlage bisher praktizierter vereinzelter Maßnahmen. Diese Hochschulpraxis insgesamt ist aber nicht annährend auf dem Stand einer modernen, strukturierten und zukunftsorientierten Nachwuchs- und Personalentwicklung, zumal das Thema Personalentwicklung an Hochschulen bis heute nur suboptimal und zu forschungslastig gehandhabt wird. Die Erfahrung aus verschiedenen langjährigen Entwicklungsprojekten an Hochschulen, teilweise über ein Jahrzehnt hinweg, zeigt aber mittlerweile Wege auf, wie strukturierte modulare Qualifikationsprogramme erfolgreich entwickelt, nachhaltig aufgebaut und verstetigt werden können. Ausgehend von einem Qualifikationsrahmen, der die für eine Professur notwendigen Kompetenzbereiche und Kompetenzfelder abbildet, kann ein modulares und anpassungsfähiges Nachwuchsentwicklungsprogramm mit entsprechenden Qualifikationsmaßnahmen im Hochschulalltag für die hochschuleigene Nachwuchsentwicklung etabliert werden.
