Warum NextGen?

"Hochschulen für angewandte Wissenschaften benötigen exzellenten Nachwuchs.Sie benötigen Nachwuchs, der eine Doppelqualifikation mitbringt, nämlich wissenschaftliche Kompetenz, meist Promotion und andererseits mehrjährige, einschlägige Berufserfahrung in Führungsfunktionen.Solche Menschen sind selten. Wissenschaft oder Berufswelt fischen sie weg, noch bevor die HAWs sie gewinnen können. Nahezu aussichtslos ist es, solche Kandidatinnen und Kandidaten in innovativen und neuen Wissenschaftsdisziplinen anzuwerben.Die Lösung ist NextGen."

Prof. Dr. Ludwig Hilmer
Rektor der Hochschule Mittweida

Was wir tun

Als erstes eigenständiges Qualifikationsprogramm der Hochschule Mittweida für Wissenschaftler:innen auf dem Weg zur HAW-Professur fördern wir maximal acht Teammitglieder auf drei verschiedenen Stufen des akademischen Karriereverlaufs.

So entwickeln wir den professoralen Nachwuchs gezielt zur Berufungsfähigkeit. Sobald diese erreicht ist, können neue Teammitglieder aufgenommen werden.

Wie wir das tun

Mit jedem Teammitglied wird eine individuelle Zielvereinbarung geschlossen, die auf den Eingangsqualifikationen der Wissenschaftler:innen bei Eintritt in das Projekt aufsetzt und fünf Qualifikationssäulen hin zur Berufungsfähigkeit beinhaltet:

Herausforderung

Wissenschaftliche Qualifikation durch eine Promotion und mehrjährige berufliche Praxis außerhalb des Hochschulwesens – diese doppelte Anforderung an zukünftige Professorinnen und Professoren der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sind bekannt.
Hochschuldidaktische Fertigkeiten erweitern die Anforderungsliste, und natürlich muss der professorale Nachwuchs nicht nur Spezialistin und Spezialist in der eigenen Disziplin sein, sondern auch fachübergreifend über deren sprichwörtlichen Tellerrand blicken können.

Problematisch können solche Anspruchspakete vor allem in jungen dynamischen Studien- und Forschungsgebieten sein. Entweder fehlt wissenschaftlich qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern die Berufspraxis, oder es fehlt den Berufspraktikerinnen und -praktikern die Möglichkeit der wissenschaftlichen Qualifikation.

Auf der Suche nach den Besten befindet sich die Hochschule Mittweida darüber hinaus nicht nur im Wettbewerb mit der Wirtschaft, wo gut bezahlt wird, sondern auch mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen. Nachwuchsgewinnung ist damit für die Hochschule Mittweida eine große Herausforderung.

HAWs brauchen junge, exzellente Professorinnen und Professoren. Wissenschaftlich fundiert ausgebildet mit mehrjähriger Erfahrung in der realen Berufswelt. NextGen formt sie.

Prof. Dr. Ramona Kusche
Projektleitung

Konzept

Der Herausforderung eine nächste professorale Exzellenz an die Hochschule zu holen und zu binden begegnet die Hochschule Mittweida mit einem eigenen Qualifizierungsprogramm:
NextGen hat als eines von drei sächsischen und 64 bundesdeutschen HAW/FH‑Konzepten vom Auswahlgremium der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) den Zuschlag für eine Förderung im Rahmen des Bund-Länder-Programms FH-Personal erhalten.

Das NextGen Förderkonzept

Peer-Learning für den Wissensaustausch über die Grenzen der Fachdisziplinen und der Karrierestufen hinweg ist ein wesentlicher Qualifizierungsansatz des Projekts. Die heterogene fachliche Ausrichtung der Teammitglieder dient als Fundament und Ideenpool für gemeinsame hochschulweit angelegte Projekte des NextGen-Teams.

Impulse von außen werden im Qualifikationsprogramm durch extern geleitete Coaching- und Weiterbildungsangebote sowie jährliche externe Evaluationen sichergestellt.

Die Teammitglieder gewährleisten durch Beiträge auf (internationalen) Konferenzen und durch regelmäßig erscheinende Publikationen den Wissenstransfer über die Hochschulgrenzen hinaus.

Das Projekt ist heterogen und es ist interdisziplinär, das macht es aus.Peer-Learning ist bei uns ein elementares Thema.

Dr. Angela Freche
Projektmanagement

Umsetzung

Begonnen hat NextGen offiziell am 1. April 2021. Ein erster Team-Workshop Ende April 2021 hat die Basis für die Zielvereinbarungen gelegt. Die acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf drei akademischen Karrierestufen (Wissenschaftliche Mitarbeiter, Akademische Assistenten, Assistant Professoren) durchlaufen entsprechend ihrer bisherigen Qualifikation in den kommenden Jahren ein Qualifikationsprogramm – parallel zum fachlich ausgerichteten operativen Hochschulalltag in ihren Fakultäten und am IWD.

Dabei geht es neben dem „Academic Training“ mit fachlicher und hochschuldidaktischer Entwicklung auch um die berufspraktische Qualifikation. So entwickeln sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gezielt zur Berufungsfähigkeit. Sobald diese erreicht ist, können neue Teammitglieder aufgenommen werden.

NextGen wird über die lebenslange Weiterqualifizierung langfristig das professorale Personal der Hochschule Mittweida entwickeln. Für die Pilotphase wurden innovative, querschnittsorientierte Lehr- und Forschungsgebiete identifiziert: Digitale Plattformwirtschaft, Angewandtes Datenmonitoring, Netzwerkanalyse und Turbulenzmanagement in der Kommunikation, Digitale Forensik, Lehr‑/Lerntechnologien in der Digitalen Transformation sowie Interdisziplinäre Assistenzsysteme und Inklusion.

Der Name ist Programm.Hier kommt die nächste Generation!

Kerstin Strangfeld
Prozessmanagement

Förderung

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Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 03FHP145 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

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Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

PROJEKTLEITUNG

Prof. Dr. phil. Ramona Kusche

FÖRDERZEITRAUM

01.04.2021 bis 31.03.2027

FÖRDERVOLUMEN

5,2 Mio Euro

FINANZIERUNG

Programm zur Förderung der Gewinnung und Entwicklung von professoralem Personal an Fachhochschulen / HAW („FH-Personal")