Der Auftakt

Alle acht Teammitglieder der NextGen, plus Organisation und Projektleitung, standen sich am 29. und 30. April 2021 das erste Mal gegenüber und fanden deutlich mehr fachliche sowie persönliche Anknüpfungspunkte als erwartet.

Seit fast einem Monat kannten wir uns digital und doch ist es noch etwas anderes, und in diesen Zeiten sehr Besonderes, sich in drei statt zwei Dimensionen begrüßen zu dürfen. Selbstverständlich hatten wir unseren Teilnehmerkreis am 29. und 30. April auf das nötigste beschränkt und sich jeder von uns negativ testen lassen.

Diese zwei besonderen Tage, verschönert durch wunderbares Wetter, standen ganz im Zeichen hocheffizienten Kennenlernens, nicht nur der anderen Mitglieder, sondern auch uns selbst. Während der Donnerstag dazu diente, in zwei lockeren Fragerunden einen fachlichen, sowie persönlichen Draht zueinander zu knüpfen, ging es am Freitag um ganz individuelle Zielstellungen. Diese mussten jedoch erst einmal erkundet werden.

Für unsere Workshop-Arbeit schaffen wir uns zunächst einen Raum der gegenseitigen Wertschätzung.Denn so werden wir alle voneinander profitieren.

Andreas Polster
Externer Coach

Unerwartet gleiche Herausforderungen

Mit Hilfe des externen Dozenten M. Andreas Polster und eines vorbereiteten Qualifikations-Stufenmodells, tasteten sich die Teammitglieder mittels selbstgezeichneter Schaubilder und einer Zeitschiene aus Moderationskarten an ihre fachlichen und überfachlichen Ziele heran.

Natürlich wird jedes Teammitglied seine ganz individuelle Entwicklungsphase durchlaufen, die zur HAW-Professur führen soll. Es gilt, gesetzte Maker zu überschreiten, die ihn oder sie formal als berufungsfähig auszeichnen. Dazu zählen fachspezifische Kenntnisse, aber auch Softskills, wie beispielsweise das Wissen um Formalien zum Verfassen von Publikationen und Anträgen, dem Einsatz von Methodik und Didaktik in der Lehre, oder zur Umsetzung von Forschungsideen sowie Projekten. Einige Kolleg*innen können bereits auf Erfahrung in bestimmten Gebieten zurückgreifen, was anderen noch fehlt. Auf welche Weise sie sich zukünftig miteinander austauschen, werde ich demnächst berichten.

Fachlich sieht es etwas anders aus. Dem Kernziel von NextGen entsprechend, professoralen Nachwuchs für unterschiedlichste Fachdisziplinen zu gewinnen und zu qualifizieren, haben zwar alle Teammitglieder etwas gemeinsam, nämlich junge Forschungsfelder mit Berührungspunkten zu digitalen Wandlungsprozessen. Darüber hinaus sind die Themen aus der Digitalen Forensik, Interdisziplinären Assistenzsystemen, Digitalen Plattformwirtschaft, Lehr- und Lerntechnologien und so weiter aber auf verschiedene Fakultäten und das IWD der Hochschule Mittweida verstreut und bauen somit auf teils komplett anderem Fachwissen auf.

Umso erfreulicher war es, dass sich trotz der Interdisziplinarität noch weitere Überschneidungen auftaten und bereits Ideen für zukünftige gemeinsame Publikationen und Projekte entstanden. Auch auf persönlicher Ebene harmonierten die Schwingungen. Aus Sicht des Organisationsteams deuten wir dies als beste Voraussetzungen für eine nächste Generation, die sich nicht allein durch den Dschungel ihrer akademischen Laufbahn schlagen muss, sondern stufenweise aufgebaut und unterstützt wird, während sie Zugang zu kollegialem Austausch hat.

Ich bin erst heute zum Team dazugestoßen - und ich war etwas nervös, wer und was mich hier erwartet.Aber jetzt fühle ich mich direkt mittendrin.

Jill Deschner-Warner
Teammitglied NextGen

NextGen ist ein Programm, das bewusst ein bisschen anders ist als die übliche Personalentwicklung an Hochschulen. Das Team steht im Mittelpunkt der Betrachtung und soll bis zur Berufungsfähigkeit geführt werden. Es ist dahingehend keinesfalls fix besetzt, sondern verändert sich durch das Erreichen von Programmstufen. Das klingt elitär, nach Wissensvorsprung, was es einerseits auch sein soll, um die Lehrtätigkeit an der Hochschule Mittweida attraktiver zu gestalten. Andererseits wollen wir unser Wissen nicht für uns behalten, sondern es mit anderen Wissenschaftlern in akademischer Laufbahn teilen.

Unser Name ist Programm.Hier kommt die nächste Generation.

Kerstin Strangfeld
Prozessmanagement