Der Ansatz

Damit Menschen mit Assistenz- und Pflegebedarfen solange wie möglich selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, gilt es technologische und soziale Innovationen zu entwickeln.

Auf Basis meiner Berufserfahrung und durch vorangegangene Projekte konnte ich feststellen, dass es eine Reihe von Technologien gibt, die weder anwenderfreundlich, evidenzbasiert noch niederschwellig sind.

Ebenso wird meist einseitig die technische Seite betrachtet und mögliche soziale Ressourcen durch Netzwerke, wie Nachbarn oder Freunde bleiben unbeachtet.

Im Rahmen meiner Promotion möchte ich mich aus diesem Grund verstärkt mit Innovationen beschäftigen, die partizipativ gemeinsam mit der Zielgruppe entwickelt werden.  Es soll speziell um die Reduktion von freiheitsentziehenden, isolierenden Maßnahmen im Pflegeheim gehen.

Die Partner

Um zielführende Partnerschaften herzustellen kontaktierte ich mein bisheriges Netzwerk und bin besonders glücklich über den Kontakt zum Gründer des Werdenfelser Wegs. Der Werdenfelser Weg bemüht sich darum, dass die gesetzlich vorgesehenen Schutzmechanismen für die Schwächsten unserer Gesellschaft greifen, um vermeidbare Freiheitsbeschränkungen konsequent zu unterbinden.
Er setzt in erster Linie auf Professionalität und Kommunikationsoptimierung innerhalb einer Region.

Da mich in diesem Zusammenhang die technische, innovative Seite zur Reduktion von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen besonders interessiert, habe ich einen guten Kontakt zur Hochschule Furtwangen aktiviert.
Die Hochschule Furtwangen hat zur bedarfsgerechten Entwicklung von technischen Assistenzsystemen und für den erfolgreichen Transfer in die Praxis ein Future Care Lab eingerichtet.
Es ermöglicht eine umfassende Entwicklung, Integration und Evaluation von technischen Assistenzsystemen und Dienstleistungen unter Einbeziehung der zukünftigen Anwender.

Zu den im Future Care Lab ausgestellten Technologien zählen z.B. Smart-Home-Komponente, aktive Beleuchtungssysteme, touch-, sprach- und gestengesteuerte Systeme, tragbare Vitalsensorik und Assistenzrobotik.

In diesem Projekt verbindet sich meine berufspraktische Expertise ideal mit meinem Forschungsgebiet.

Julia Winterlich
Teammitglied NextGen